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#1

Meine Erfahrungen mit den Dingern

in Wissenswertes zu Modellen und Technik 04.10.2015 20:33
von Xrvtz • Admin | 2.043 Beiträge

Bisher in Händen gehabt (schon getestet oder noch dabei):
BolyGuard SG560DV
Cuddleback Ambush 1170
Denver WCT-3004
Denver WCT-5003
Dörr Snap Shot Mini
Duramaxx Grizzly
JAY-Tech Hunter Cam 2.8c
Keep Guard KG680V CAMO
LTL Acorn 5210A
LTL Acorn 6210MC940
Maginon WK 3 HD
Moultrie A-5
Moultrie L-50
Moultrie M-80
Optimus Black
Scout Guard
Spypoint IR-6
Suntek
Super Scouter SG-660V
Tasco 2-4 MP
Technaxx Nature Cam TX-09
Technaxx Wild Cam TX-44
Wild Vision FullHD 5.0
WildGame Blade X4
...und weitere. Siehe Bildergalerie.


Fotofalle, auch Wildkamera genannt, auf Englisch Trail Cam.

Was kann eine Fotofalle?
Auf jeden Fall schon mal weniger als Werbung und ausgesuchte YouTube-Videos versprechen. Das ist eine billige Knopfkamera mit preiswerter Technik aus China, ganz egal was die Werbung da an Wundern verspricht.
Trotzdem, richtig eingesetzt kann man auch damit tolle Bilder erbeuten.
Siehe meine Bilder vom DF 2015: http://files.langschwert.de/DF2015/Wildkamera/index.html (erstellt mit einer Moultrie M-80 black)
Hinweis: fast jede Fotofalle kann auch Zeitraffer.

Bilder bei Tag gehen eigentlich bei allen (auch vergleichsweise billigen) Kameras recht gut, wenn man auf den Sonnenstand achtet (kein Gegenlicht). Nachtbilder klappen beim LARP kaum, da sich die Menschen einfach zu schnell für die langen Belichtungszeiten bewegen. Ist aber auch eine Frage des Anschaffungspreises. Generell sind die Nachtbilder jedenfalls deutlich schlechter als die Tagbilder.

Was kostet so ein Ding?
So ab 80 Euro aufwärts, wobei es aber darüber und darunter auch viel Licht und Schatten gibt.
Gute Gebrauchte sind bei eBay eher selten, erreichen dann aber auch ziemlich hohe Preise.
Aus China importieren bringt nichts, kostet unterm Strich genauso viel.
Gebraucht gibt´s die bei eBay kaum billiger als neu, denn die Nachfrage ist irrwitzig. Andererseits ist dadurch der Verlust beim Wiederverkauf gering. Ab und an kann man aber trotzdem ein Schnäppchen machen.

Gibt es Testberichte?
Wenige, und auch das nur für Markenprodukte. Die kommen alle aus China, und das unter den drolligsten Handelsnamen, so daß ein Vergleich praktisch ausgeschlossen ist. Zudem verwenden völlig verschiedene Hersteller teilweise die gleichen Gehäuse, weils billiger ist.

Worauf sollte man beim Kauf achten?
- Bildfrequenz. Es gibt tatsächlich Kameras, die nicht mehr als ein Foto pro Minute machen können! Also im Zweifel unbedingt nachfragen.
- Auslösezeit. Die Kamera wird bei Bewegung erst mal "aufgeweckt", so daß das erste Bild nach ca. 1 bis 1.5 Sekunden geschossen werden kann.
- No-Glow (940 nm) oder Low-Glow (850 nm) Blitz. No-Glow LED sind vollkommen unsichtbar, haben dafür aber auch nur etwa die halbe Helligkeit wie Low-Glow LEDs. Letztere hingegen kann man bei Auslösung durch ein rötliches Glühen erkennen.
- Bildsensor. Die "Megapixelmanie" macht auch vor den Trail Cams nicht halt, da wird also mit Megapixeln geworben, daß es nur so raucht. Von den 12 Megapixeln einer Kamera in der Werbung bleiben je nach Bildsensor tatsächlich nur noch 5 Megapixel übrig, weil der Rest "interpoliert" (also berechnet) wird. Die Dateien werden so größer, die Bilder aber nicht besser. Mehr als 5 Megapixel machen bei so einem Knopfobjektiv aber auch wenig Sinn. Ein FullHD Bild (1920x1080) hat beispielsweise nur 2 Megapixel. Also nachsehen, wie viele Pixel der Bildsensor tatsächlich liefert und das dann im Setup als Bildgröße einstellen. Mehr macht keinen Sinn.
In der Wikipedia gibt´s eine schöne Grafik dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Megapixel
- Es gibt Kameras mit "Ohren", in denen ein Bewegungsmelder nach rechts und links schaut, um die Kamera möglichst früh zu wecken, so daß sie schon auslösen kann, wenn das Motiv am Auslöser (Videosensor) vorbeimarschiert, statt dann erst wach zu werden.
- Tarnfarben sind hübsch, aber oft nur ein Verkaufsargument. Beim LARP eigentlich nicht nötig. Ich finde Tarnmuster aber ehrlich gesagt auch schick.
- Ausstattung. Ist ein kleiner Farbmonitor dran? Braucht man den? Fernbedienung, brauche ich die? Kommt man an den Schalter noch ran, wenn die Kamera aufgestellt ist? Sitzt das Stativgewinde etwa so, daß man das Gerät nur aktivieren kann, wenn es nicht auf dem Stativ steht? Dazu gibt es einige Testberichte auf YouTube, die Denkanstöße geben.
- Diebstahlschutz. Eine Kamera, die irgendwo rumsteht... Die meisten Wildkameras kann man abschließen und/oder mit einem Kabelschloss sichern, aber das ist nicht wirklich robust. Besser noch ist eine Sicherung durch einen Code, die das Gerät für einen Dieb nutzlos macht. Und man sollte hinten drauf oder drinnen einen Aufkleber basteln, der auch auf Code hinweist, sonst merkt es der Dieb ja erst, wenn sie schon weg ist. Und ein Code sichert nicht gegen Diebstahl der SD Karte. Es gibt auch zusätzliche Stahlgehäuse für die meisten Kameras, so ab 50 Euro.

Die wirklich interessanten technische Daten:
- Bildsensor. Ein 5 MP Bildsensor liefert auch nur 5 MP, auch wenn die Werbung 12 MP verspricht.
- Öffnungswinkel. Eine 55° Linse zeigt mehr als eine 45° Linse.
- Auslösezeit für das erste Bild. Liegt so um eine Sekunde.
- Minimale Zeit zwischen den Bildern. Manchmal 1 Sekunde, manchmal 5, hab aber auch schon 1 Minute gesehen.
- LED in 850 nm (leicht sichtbar) oder 940 nm (unsichtbar).
- Macht die Kamera tagsüber Farbaufnahmen? Das ist gerade bei älteren Baumustern (die heute als neu verkauft werden) nicht selbstverständlich!
Alle anderen Angaben wie Blitzreichweite, Sensorreichweite oder Batterielebensdauer sind reine Fantasiewerte unter Laborbedingungen.

Montage:
Wenn zur Überwachung, dann ist es einfach. Gut versteckt irgendwo festgeschraubt.
Wenn für LARP, dann eben unauffällig, am besten auf einem ambientig getarnten Stativ, denn da ist die Ausrichtung wichtig, um schöne Bilder zu bekommen.
Wenn als Wildkamera, dann gibt es einiges zu beachten. Je nach Wild am besten auf Hüfthöhe, und da bleiben eigentlich nur Bäume. Da man nicht einfach schrauben kann (dann erschlägt einen der Förster) rate ich zu braunem Blumendraht, der ist praktisch unsichtbar und fällt weniger auf als der beiliegende Riemen. Im Wald, da sind die Räuber, also ist allerbeste Tarnung der beste Diebstahls- und Vandalismusschutz. Und da man gute Bilder haben will, darf auch kein tarnendes Laubwerk im Bild sein, sonst reflektieren die Blätter nachts den IR-Blitz und überstrahlen den Rest des Bildes völlig. Ich hab auch schon von einem Förster gehört, der die Dinger immer mit einer Leiter aufhängt, so hoch, daß der durchschnittliche Passant nicht dran kommt, aber von da oben kann man nicht gerade jedes Karnickel sehen. Da braucht man dann auch eine Kamera mit empfindlicher Auslösung, die aber auch wiederum schnell von im Wind flatternden Blättern ausgelöst wird. Wenn einem der Wald nicht gerade selber gehört, ist es auch nicht unbedingt unauffällig, mit einer Leiter durch den Wald zu tapern, da wird man schnell als Nesträuber verdächtigt.



Spektakulus:http://www.liberi-forum.de/g537-Fotofalle.html (Moultrie M-80 black)



Ein Leben ohne Dudelsack ist möglich, aber sinnlos. http://www.finsterling.de
zuletzt bearbeitet 01.02.2016 06:25 | nach oben springen

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Hey, ich habe einen Roman geschrieben! --- Und Dudelsackspieler bin ich auch noch! -- Und ich lade viel Unsinn bei YouTube hoch.
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